Verena Sailer beendet Karriere

6. September 2015

Berlin, 6. September – Sprinterin Verena Sailer hat bei ISTAF in Berlin am Sonntag ihre Laufbahn auf der Laufbahn beendet. Die 100-Meter-Europameisterin von 2010 machte beim ISTAF ihr letztes 100-Meter-Rennen als Hochleistungssportlerin. In 11,37 Sekunden belegte sie dabei zum Abschluss den fünften Platz.

„Ich merke, dass sich die Prioritäten in meinem Leben verschieben und ich mich auf meine Karriere abseits der Laufbahn fokussieren möchte“, sagte die 29-Jährige. „Da Leistungssport auf Weltklasse-Niveau die volle Aufmerksamkeit verlangt, habe ich erkannt, dass ich meinen eigenen Leistungsansprüchen nicht mehr gerecht werden kann.“

Mit ihren nationalen und internationalen Erfolgen hat Verena Sailer die eigenen Erwartungen, die sie zu Beginn ihrer Leichtathletik-Karriere hatte, weit übertroffen. So gewann sie 2009 mit der 4 x 100-Meter-Staffel in Berlin WM-Bronze. 2010 folgte der Europameistertitel über 100 Meter, 2012 siegte sie bei der EM mit der Staffel. 2015 setzte Verena nochmal ein Ausrufezeichen, als sie in der Halle zu EM-Bronze über 60 Meter lief wie schon 2009. Die WM in Peking beendete sie mit der Staffel auf Platz fünf.

Zwei Mal nahm die sympathische Sportlerin an Olympischen Spielen teil. Insgesamt acht Mal stand sie bei Deutschen Meisterschaften über 100 Meter ganz oben auf dem Podest. Zuletzt in Nürnberg führte sie auch die Vereinsstaffel der MTG Mannheim zum dritten Meistertitel nacheinander.

Ihre 100-Meter-Bestzeit stellte Verena Sailer 2013 in Weinheim auf: 11,02 Sekunden sprintete sie damals bei optimalen Bedingungen – Badischer Rekord. Während ihrer gesamten Laufbahn hatte Verena Sailer nur einen Trainer: Valerij Bauer. Mit ihm kam sie nach Mannheim und reifte zur Weltklasse-Athletin. Dank der Trainingsmethoden von Valerij Bauer, die zunächst immer ein wenig oder gar stark anders waren als die anderer Sprinttrainer, aber schnell Nachahmer fanden, weil so erfolgreich.

Danke Verena für die tolle Zeit, die wir mit Dir bei der MTG hatten!

Bettina Schardt


Comments

  1. Walter Boller - 9. September 2015 at 10:08

    grosse Hochachtung für Verena ! Sie spürt den richtigen Zeitpunkt und ist wie bisher im Sport fair und konsequent. Keine der leider vielen Athleten die genau wissen dass der Zenit längst überschritten ist aber “ Olympia Rio “ vorschieben um noch einige Monate Sponsoren- und vor allem Sporthilfegelder zu kassieren. Ich hoffe der DLV hört auf Verena und verwendet die Einstellung und das Wissen dieser Athletin. Ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute.

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